Exposé

Der gute Mensch von B.

 

Autor Karl Rudolf

 

 

Daddi, alias Detlef Schulte, war mal Lehrer für Philosophie, Russisch und Englisch an einer technischen Fachschule. Auch war er gesellschaftlich aktiv. Gewerkschaftsvertrauensmann an dieser Schule, an der er Lehrer war. Jedoch kein Durchreißer oder Karrieremensch, niemand, der in seinem Dasein eine Mission sah. Er schrieb zwar Denkschriften, aber die verschwanden wirkungslos bei seinem Sektionsdirektor im Schreibtisch.

Er besuchte die Kranken, organisierte Weihnachts– und Frauentagfeiern, sorgte für die regelmäßigen Arbeitsschutzbelehrungen und klebte Soli-Marken.   

Nach der Wende wurde die Schule geschlossen und er ging als Wachmann in eine Großbäckerei. Als Philosoph akzeptierte er, dass nach so großen politischen Umwälzungen manches dem Drang des Vordergründigen zum Opfer fallen kann. Wer will da wem einen Vorwurf machen? Wenn so geschüttelt wird, da fliegt der eine ins Butterfass, ein anderer auf die Straße und er flog ins Wachhäuschen der Bäckerei.

Nach dem Versuch mit einer eigenen Kneipe blieb nur noch Hartz IV und mit dreiundsechzig Frührente. 760 Euro! Alles weg, auch die Frau. Und so saß er in seiner Miniwohnung mit Kochnische und erkannte, dass er doch nur noch wartet. Nichts in seinem restlichen bisschen Dasein schien noch einen Sinn zu haben.

Eines Abends besucht ihn sein alter Freund Rainer, ein passionierter Altersbackpacker.

 

Ein knappes Jahr später wirkt Schulte, den man nun Daddi nennt, in Bangkok. Ein unerwartetes und ungewöhnliches Schicksal hat ihn zum Verwalter eines Sauna und Massage Parlors werden lassen. Er managt ihn, zusammen mit dem Hamburger Dirk. Die Szene staunt und die Kunden wundern sich. Komisches geschieht in Maggies Sauna und Massage Parlor, seit die beiden Farang (Fremde) dort das Sagen haben.      

Schulte, der Philosoph, und Dirk, der ehemalige Kampfschwimmer der Bundesmarine, sie bilden eine Einheit. So verschieden sie als Menschen auch sind, zusammen sind sie fast unschlagbar. Widerstehen allen Anfeindungen. Auch den Übelsten. Alles läuft Bestens und auch die Mädchen mögen ihre Farangs.

Doch eines Tages geschieht wieder Unerwartetes. Die Karten des Schicksals werden neu gemischt. Alles soll wieder so werden, wie es war. Doch ein  bisschen was hängen bleibt immer.

 

Hier eine Leseprobe und die Konditionen

 

Startseite  Kontakt    Reisen   Lesen   Wohnen  Erholen  Feiern   Impressum