Konfuzius
– auch nur Kong, Kong- fu- zi oder Kong-zi genannt, lebte von 551 v.Chr. bis
479 v.Chr. im heutigen China
Konfuzius rät:
Reichtum und Ansehen- das wünschen sich die
Menschen. Kann man jedoch nicht auf anständige Weise dazu gelangen, dann soll
man sich weder um das eine noch um das andere bemühen.
Armut und niedrige Stellung, das mögen die
Menschen nicht. Ist es nicht auf anständige Weise zu schaffen, dann sollte man
dieser Situation nicht zu entweichen suchen.
Sind Philosophen nun Menschen, die jede
Dummheit weglassen, weil sie diese schon riechen, bevor sie da ist? Sozusagen
der totale Verzicht auf alles Unvernünftige?
Sicher nicht. Mein griechischer Kollege, der alte Sokrates, der hat mit
fünfzig
die Xanthippe geheiratet. War das denn
vernünftig? Aber einmal als richtig erkannt, sollten sie Philosophen an ihre
Moralgrundsätze halten. Sonst sind es Schwätzer.
Konfuzius erkannte in einer Zeit, in der die Moral und
die Sitten in China wieder einmal im Argen lagen, das man verbindliche Regeln
braucht, um miteinander auszukommen. Er diktierte diese Regeln seinen Schülern.
Selbst hat er nichts niedergeschrieben. Vielleicht hatte er eine
Rechtschreibeschwäche?
Egal, 200 Jahre nach seinem Tod wurden diese Regeln
Grundlage der Beamtenausbildung für ganz China.
Die heutige Sicht auf den Meister hat jedoch zwei
Fehlerquellen. Einmal, weil wir nur allzu gern zur Idealisierung neigen und zum
anderen können wir uns kaum vorstellen, wie man vor 2300 Jahren lebte. Im
damaligen China, auf der Schattenseite geboren, hielt sich die Freude am Leben
wahrscheinlich sehr in Grenzen. Es gibt einen Film über das Leben des Kon-zi. Ich kann ihn empfehlen. Er heißt auf Deutsch
Konfuzius und es ist ein chinesischer Film. In einer nicht unangenehmen Weise
merkt man, dass es kein amerikanischer Film ist